Erfahrungsoffenheit und Spielfähigkeit sind Ressourcen für therapeutische Prozesse. Im Seminar werden anhand von Übungen aus dem Clown- und Improvisationstheater wertfreie, sichere Erfahrungsräume bereitgestellt, in denen die Teilnehmenden Spielerfahrungen gewinnen. Dabei wird eine Haltung vermittelt, die von humorvoller Energie, Flexibilität, Fehlerfreundlichkeit, fein abgestimmtem Kontakt zu sich und eigenen Bedürfnissen sowie Verbundenheit mit anderen Menschen geprägt ist. Anhand eines Modells von Entwicklungsbedürfnissen, das Bindungs- und Individuationsbedürfnisse differenziert, wird aufgezeigt, inwiefern Spiel als innere Haltung der Therapeuten und als Methode auch bei erwachsenen Patient*innen mit Bindungsunsicherheiten in der Kindheit zur Entfaltung emotionaler und sozialer Kompetenzen beitragen kann.